Die Jury hat getagt!!!

 

Das 21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival feierte am Sonntag, den 09. Juni um 19 Uhr gemeinsam mit dem Internationalen KurzFIlmFestival Hamburg das Ende einer wunderbaren Festivalwoche. Vergeben wurden der Friese-Preis für Filme aus den Programmen ab 4 und ab 6 Jahren sowie der Mo-Preis für die Filme aus den Programmen ab 9 und ab 12 Jahren. Beide sind mit je 1250 Euro dotiert.

Besonders einfach haben die Filmemacher*innen es den Kinderjurys allerdings nicht gemacht: 59 fantastische Kurzfilme wollten kritisch beäugt werden.

Zum sechsten Mal wurde in diesem Jahr von unserer Jugendjury der mit 1000 Euro dotierte Freischwimmer vergeben, für den besten Film in den Programm ab 14 Jahren.

DANKE, liebe Juror*innen, für eure großartige Arbeit – es hat riesigen Spaß mit euch gemacht!

Der Friese-Preis geht nach Belgien!

Der Friese-Preis geht dieses Jahr an den Kurzspielfilm „Le premier pas“ von David Noblet.

“Der Friese-Preis geht an ›Le premier pas‹ von David Noblet. Für eine so kurze Zeit steckt viel Geschichte in diesem Film. Es passiert unheimlich viel, ohne dass dabei gesprochen wird. Die Geschichte wird über Gesten, Gesichtsausdrücke und Geräusche erzählt, das hat uns gut gefallen. Die beiden können sich ohne Worte verständigen und einander näher kommen – und das auf einem langweiligen Parkplatz und ohne das Erwachsene sie dabei stören. Zuerst ist Bambi schüchtern und schämt sich dafür, dass Anais ihn gesehen hat, aber dann spielen sie miteinander – das ist wie manche Geschichten aus dem richtigen Leben.”

Friese-Jury: Liron Ayivi, Yuri Paul Hartlef, Theresa Eimer, Lina Lau

Friese-Preis (Jurypreis 1250 Euro, 4 bis 8 Jahre) (›Le premier pas‹ lief im Programm ab 6 Jahren)

Le premier pas, David Noblet, Belgien 2018, 2’56 Min, Kurzspielfilm

Der Mo-Preis geht nach Italien!

Der Mo-Preis geht dieses Jahr an den Kurzspielfilm „La Gita“ von Salvatore Allocca.

“Wir vergeben den Mo-Preis an den Film ›La Gita‹. Wir fanden diesen Film sehr schön und auch sehr emotional und berührend, weil wir die Geschichte dahinter sehr traurig finden. Denn die Protagonistin wird nur wegen ihrer „Hautfarbe“ gemobbt. Außerdem fanden wir den Jungen süß ‚ der Junge war dermaßen cute… Da er sich um das Mädchen gekümmert hat als es ihr nicht gut ging. Wir fanden den Film sehr gut, sehr schön gemacht und echt gut geschauspielert.”

Mo-Jury: Ava Betz, Romy Twickel, Paula Gunst, Matteo Engel, Emilia Eimer

Mo-Preis (Jurypreis 1250 Euro, 9 bis 13 Jahre) (›La Gita‹ lief im Programm ab 12 Jahren)

La Gita, Salvatore Allocca, Italien 2018, 14’35 min, Kurzspielfilm

Lobende Erwähnung der Mo-Jury

Zusätzlich möchten wir dem Film ›Scoldiskot‹ eine lobende Erwähnung aussprechen, denn es gibt eine klare Message. Und es ist eine sehr, sehr wichtige Message, weil sich viele Menschen über schwule und lesbische Menschen lustig machen.

Freistil-Jury: Jendrik Ehlers, Zoe Bankole, Justine Bankole, Tristan Frehse, Malte Kreyer, Felix Tomte Korth

Der Freischwimmer 2019!

›Freischwimmer‹ (Jugendjurypreis 1000 Euro, FreiStil-Jugendprogramme ab 14 Jahren)

Sisters, Daphne Lucker, Niederlande 2018, 15’00 Min., Kurzspielfilm

Lobende Erwähnungen der Freistil-Jury

Train Robbers, Martin A. Walther, Norwegen 2019, 20:00 Min, Dokumentarfilm

Ein besonderes Lob geht an den Film Train Robbers, der nicht nur mit seinen schönen Bildern und interessanten Kameraperspektiven überzeugt, sondern den*die Zuschauer*in auch in eine interessante Geschichte einführt, die auf wahren Begebenheiten aus den 90ern basiert. Es geht um eine Jugend-Gang in Norwegen, die nicht ins System passen und neben vielen anderen Dingen bspw.: auch über zwei Jahre lang Züge ausrauben. In diesem Kurzfilm bekommen wir einen Einblick in das Leben dieser Jugendlichen und was sie so die meiste Zeit machen. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie diese Jugendlichen, die ja in dem Film auch in meinen Alter sind, ihren Alltag so gestalten, im Gegensatz zu mir. Und da sind viele Unterschiede. Aber ich glaube, es gibt da auch eine Gemeinsamkeit, eine Gemeinsamkeit die wir alle teilen. Ob wir jetzt ins System passen oder nicht, ob wir zur Schule gehen oder Züge ausrauben. Ich glaube wir verfolgen alle das gleiche Ziel, glücklich zu sein. Das hat dieser Film mir näher gebracht, einen großen Applaus für Train Robbers bitte.

FragMANts, Art Collective NEOZOON, Deutschland 2019, 5:26 min, Experimentalfilm

“Social Media. Youtube, Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat. Die Meisten von uns nutzen diese Plattformen regelmäßig.

FragMANTS, ein Experimentafilm, der den Konsum, der über Social Media dargestellt wird, auf eine lustige Art aufgreift. Die einzelne Videoausschnitte bilden bizarre Körper, die uns alle zum Lachen gebracht haben. Daher möchten wir, die FreiStil-Jury, FragMANTS als einen unserer Favoriten benennen. Uns allen hat besonders der Videoausschnitt mit den „Chicken Drumsticks“ zum Lachen gebracht. Durch den sich steigernden Rhythmus wird die fast schon religiöse Faszination des Konsumrausches persifliert. Das Aufgreifen des Themas Konsum in einem so humorvollen Format finden wir sehr kreativ und außergewöhnlich. Durch das Ungewöhnliche, sowie aktuelle, welches den Film ausmacht, ist er unserer Meinung nach sehr bemerkenswert.”

Gewinner*innen Gib mir 5!

 

Die Mo- und die Friese-Jury hatten auch noch die schwierige Aufgabe die 3 Gewinnerfilme aus dem Gib mir Fünf! – Wettbewerb zu küren. Dieses Jahr zum Thema “Große Töne!”. Vergeben wurden drei Preise im Gesamtwert von 600 Euro (300, 200, 100 Euro).

Auch hier noch einmal ein riesiges Dankeschön für eure grandiose Arbeit!

1. Preis: Fortissimo
Lilith Jörg, Deutschland 2019, 3:22 min, Animation
Der erste Preis des diesjährigen Gib Mir Fünf-Wettbewerbs geht an Fortissimo von Lilith Jörg. Dieser Film hat uns überzeugt, weil er das Thema des Wettbewerbs genau getroffen hat! Wir haben viele verschiedene Geräusche und Töne gehört, die manchmal schön und manchmal störend waren. Die Filmemacherin hat immer wieder neue und originelle Einfälle gehabt, um den Cellisten bei seinem Auftritt zu stören. Die Knetanimation ist gut gelungen, man kann sogar die Fingerbewegungen sehen – und zum Schluss gibt es ein rundes Ende mit schöner Musik.
2. Preis: 4161
Ecoli Helifi, Deutschland 2019, 5’00 Min, Kurzspielfilm
Auf dem zweiten Platz ist 4161 von der Filmgruppe Ecoli Helifi. Wir haben gesehen, dass die Kinder sich viele Gedanken über die Zukunft gemacht haben und dass sie einen kreativen Weg gefunden haben, das Thema des Wettbewerbs zu bearbeiten. Der Film hat uns zum Nachdenken darüber gebracht, was für Geräusche um uns herum sind und welche davon wir gerne für die Zukunft aufheben möchten.
3. Preis: The greedy Fox
BIBIANA/Art for Children, Slowakei 2018, 5’00 Min, Animation
Der dritte Preis geht an Der gierige Fuchs von BIBIANA/Art for Children. Der Film ist fast schon professionell gemacht, man kann sehen wie viel Arbeit in die Animation gesteckt wurde. Große Töne hört man in dem Film nicht, aber dafür kann man an dem Fuchs sehen was passiert, wenn jemand den Mund zu voll nimmt.

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Mo&Friese KinderKurzFilmfestival
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