Unsere Gewinner:innen-Filme Juni 2021!!!

Friese-Wettbewerb

Der Preis der Friese-Jury für einen Film aus den Programmen ab 4 und ab 6 Jahren geht an den Animationsfilm MITCH-MATCH #22 von Géza M. Tóth aus Ungarn.
Eine lobende Erwähnung spricht die Jury dem Film B-MOLL (Bémol) von Oana Lacroix aus der Schweiz aus.

JURYBEGRÜNDUNG: Wir, die Friese-Jury, haben uns bei der diesjährigen Vergabe des Friese-Preises sehr schwergetan.
Es gab so viele schöne Filme, die alle erwähnenswert gewesen wären. Einen Film, B-MOLL (im Originalen Bémol) von Oana Lacroix, möchten wir dennoch lobend erwähnen. Mit seinen tollen Zeichnungen und der Geschichte der Frieden stiftenden Nachtigall wird uns dieser Film noch lange im Kopf bleiben. Unter anderem auch wegen der Musik, die wir bei jeder Wetterlage pfeifend nicht vergessen werden.

Den Film, den wir dieses Jahr allerdings mit dem Friese-Preis nominieren wollen, ist: … Trommelwirbel … MITCH-MATCH #22!

Der aus Ungarn stammende Film von Géza M-Tóth hat uns allen große Freude bereitet. Es hat uns begeistert, wie mit Hilfe von Streichhölzern eine ganze Geschichte erzählt werden konnte. Die Geräusche, ohne deren Hilfe nicht so schnell klar geworden wäre, was hier Delikates entsteht, waren sehr gut eingesetzt. An der Stelle, wo die Kinderhorde kommt, mussten wir besonders lachen! Man konnte richtig erkennen, wieviel Mühe und Liebe in diesen Film gesteckt wurde, und deswegen haben wir MITCH-MATCH #22 für den diesjährigen Friese-Preis nominiert.

Mo-Wettbewerb

Der Preis der Mo-Jury für den Siegerfilm aus den Programmen ab 9 und 12 Jahren geht an den Animationsfilm VANILLE von Guillaume Lorin aus Guadeloupe, Frankreich und der Schweiz.

Zudem geht je eine lobende Erwähnung an HIER UND LAUT (Musikvideo/Henrike Rothe/Deutschland 2020) und KLEINER WALD (Animationsfilm/Paulina Muratore/Argentinien 2020)

JURYBEGRÜNDUNG: Der diesjährige Mo-Preis geht an den Animationsfilm VANILLE von Guillaume Lorin.
Uns hat der Film besonders beeindruckt, weil er mit seiner fröhlichen Ausstrahlung gute Laune macht und wir direkt in die Abenteuer der Protagonistin Vanille mitgerissen wurden. Wir finden vor allem die originelle Machart des Films sehr gut. Die Kombination aus animiertem Film und echten Landschaftsaufnahmen hat uns sehr gefallen. Die wechselnden Perspektiven haben uns besondere Einblicke in die Geschichte gegeben, bspw. als wir das Konzert durch die Augen von Vanille betrachten konnten. Insgesamt ist der Film sehr spannend, niemals langweilig und dramaturgisch sehr gut erzählt.

Besonders schön und außergewöhnlich fanden wir die Musik und den Gesang im Film. Außerdem hat uns der starke Zusammenhalt zwischen den Frauen, insbesondere zwischen Vanille und ihrer Tante Frederike, gefallen. Während sich Vanille am Anfang des Films mit ihren Haaren sehr unwohl gefühlt hat, wusste sie am Ende, dass gerade ihre Haare sie besonders und stark machen. Diese Message finden wir wichtig.

Ein wirklich toller und empfehlenswerter Film, den alle Altersgruppen ab ca. 9 Jahren mögen werden.

Darüber hinaus wollen wir noch zwei lobende Erwähnungen aussprechen, da uns zwei weitere Filme sehr gut gefallen haben. HIER UND LAUT ist ein einprägsames Musikvideo, das mit einem tollen Lied, das gute Laune macht, das wichtige Thema Klimawandel in den Mittelpunkt stellt, welches vor allem unsere Generation betrifft. Und der Film KLEINER WALD erzählt ohne Worte eine berührende Geschichte, die uns sehr im Gedächtnis geblieben ist.

NEON-Wettbwerb

Der NEON-Preis für den Siegerfilm aus den drei Programmen 14+ und 16+ geht an den Dokumentarfilm WARUM BIST DU NICHT FÜR MICH GEBLIEBEN? (Waarom Blijf Je Niet Voor Mij?) von Milou Gevers aus den Niederlanden. Jeweils eine lobende Begründung geht an SCHWESTERN (Sestre) von Katarina Rešek aus Slovenien und AWKWARD Nata Metlukh aus den USA.

Jurybegründung: Das Neonprogramm hat Zuwachs bekommen. Dieses Jahr durften wir sogar drei Programme sichten, weshalb uns die Entscheidung für den Siegerfilm noch schwerer gefallen ist.

Mit lustigen Zeichnungen und Situationen, die jeder nachvollziehen kann, hat sich Awkward auf jeden Fall eine lobende Erwähnung verdient.

Welcher Film uns auch am Herzen liegt ist Sestre. Aufgrund seiner authentischen Einsicht in wichtige Themen der Gesellschaft, wie zum Beispiel Sexualität, Gewalt gegen Frauen und ein Zusammenstoß von verschiedenen Kulturen, hat uns der Film sehr beindruckt.

Unser diesjähriger Sieger:innen-Film ist Warum bist du nicht für mich geblieben, der niederländische Dokumentar- und Animationsfilm von Milou Gevers.  Aus einer sehr einfühlsamen Sichtweise erzählt die Regisseurin ihre eigene Geschichte und interviewt Kinder, die ebenfalls ein Elternteil durch Selbstmord verloren haben. Die Zusammensetzung von Animation und Dokumentation hat uns dieses schwierige Thema auf emotionale Weise nahegebracht. Mutig treten die Kinder vor die Kamera und teilen mit uns ihr Schicksal, über das sie bisher noch nicht öffentlich gesprochen haben.

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an Lina, Laura, das Mo und Friese Team und an alle Filmproduzent:innen. Dank euch konnte das Festival auch dieses Jahr stattfinden.  Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, wir freuen uns aufs nächste Mal.

ECFA Kurzfilm Preis Nominierung

Zum ersten Mal verleiht Mo&Friese eine Nominierung für den ECFA Kurzfilm Preis. Als Jury durften wir in diesem Jahr digital entscheiden.

Jurybegründung: Die Geschichte des Films ist angenehm zugänglich erzählt. Jede einzelne Szene geht so in die Tiefe, dass man sich manchmal nicht sicher ist, ob es sich um Fiktion oder Dokumentation handelt. Viel mehr als auf den physischen Aspekt der Migration konzentriert sich der Regisseur auf die mentale Reise. Während des gesamten Films stellt der junge Protagonist eine Verbindung zu einem Vater her, den er kaum kennt, und zu einem Land, in dem er noch nicht war.
Die Dialoge zwischen den Kindern wirken authentisch, und es ist dem Regisseur auf originelle Art und Weise gelungen, der Geschichte einen Hauch von Hoffnung und Stolz zu verleihen. Deshalb geht der Mo&Friese ECFA Award an … 
LE DEPART von Said Hamich (Frankreich/Marokko).

Gewinner des Gib-Mir Fünf-Wettbewerbs

Die drei Gewinnerfilme des diesjährigen GIB MIR 5!-Wettbewerbs zum Thema ALLES ANDERS wurden durch eine Onlineabstimmung gewählt.

So habt ihr abgestimmt:

1. ICH BIN ICH von Frieda Dugaro

2. ALONE von Milo Gallas

3. HERZOGS WBSGDWTS-BAD von der Moviebande

Die Filme könnt ihr hier direkt anschauen….

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei ALLEN Filmschaffenden und Zuschauer*inen und wünschen VIEL SPASS beim Schauen!!!

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